Im
Bereich der operativen Medizin kann es bei einigen Eingriffen zu
größeren Blutverlusten kommen. Hierzu zählen besonders
große Knochenoperationen wie der Ersatz eines Hüftgelenkes.
Bei größeren Blutverlusten muss das Blut des Patienten
entsprechend ersetzt werden.
Ist
der Eingriff geplant und muss mit Blutverlusten gerechnet werden,
so bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, die teilweise
auch kombiniert werden können:
Eigenblutspende
Der Patient vereinbart mit dem Blutspendedienst des DRK in Frankfurt
Termine und spendet vor dem Eingriff Blut. Dieses Blut wird wie
jede andere Blutspende aufbereitet und gelagert. Allerdings kann
es nur für den spendenden Patienten benutzt werden. Die patienteneigenen
Blutkonserven werden zur Operation bereitgestellt und können
dann transfundiert werden. Der Patient kann pro Woche ca. eine Konserve
(400ml) spenden und sollte eine Woche vor der Operation die letzte
Konserve gespendet haben. Der Operateur und der Anästhesist
legen fest, wie viele Konserven für den jeweiligen Eingriff
benötigt werden.
Voraussetzung für eine Eigenblutspende ist die Planbarkeit
des Eingriffes und bestimmte körperliche Voraussetzungen des
Patienten. So muss der Patient gesundheitlich überhaupt in
der Lage sein, Blut zu spenden.
Cell-Saver
Hierbei wird das Blut, das der Patient während der Operation
verliert über spezielle Filter- und Reinigungsmechanismen aufbereitet
und dem Patienten wie eine Bluttransfusion zurückgegeben. Dieses
Verfahren kann nur bei Operationen eingesetzt werden, bei denen
das Blut nicht mit Bakterien in Kontakt kam.
Hämodilution
Kurz vor der Operation wird dem Patienten im Operationssaal Blut
abgenommen. Hierbei werden ca. 500-1000 ml wie bei bei einer Blutspende
aufgefangen und für die Dauer der Operation beim Patienten
gelagert. Der Blutverlust, der so vor der Operation entstand, wird
mit Plasmaersatzlösungen ausgeglichen, so dass der Patient
jetzt ein verdünntes Blut in seinen Gefäßen hat.
Verliert der Patient nun während der Operation Blut, so handelt
es sich hierbei um das verdünnte Blut. Nach oder schon während
der Operation erhält der Patient sein vorher gespendetes, unverdünntes
Blut zurück. Dieses Verfahren wird im Gegensatz zur Eigenblutspende,
die schon Wochen vor dem Eingriff beginnt, im Narkose-Einleitungs-Bereich
auf dem Operationstisch durchgeführt.
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